OWA-Fehler und wachsende Mailwarteschlangen
Die Windows-Server-Sicherheitsupdates vom Oktober 2026 können lokal betriebene Exchange-Server beeinträchtigen. Typische Anzeichen sind MapiExceptionMdbOffline mit ec=1142 in Outlook on the Web, verzögerte Mailzustellung und Kommunikations- oder Quorumprobleme in Database Availability Groups (DAG). Nicht jeder Server zeigt Symptome; Last und Betriebsdauer beeinflussen das Auftreten.
Betroffen sein können Exchange Server SE, 2019 und 2016 auf den jeweiligen Windows-Server-Versionen. Als Auslöser nennt Microsoft KB5126646 (2025), KB5126655 (2022), KB5126651 (2019) und KB5126868 (2016). Das Oktober-Sicherheitsupdate für Exchange selbst muss dafür nicht installiert sein.
Temporäres RPC-Limit mit Neustart übernehmen
Die Windows-Updates begrenzen gleichzeitige Endpoint-Lookup-Aufrufe im RPC Endpoint Mapper standardmäßig auf 512. Das kann für Exchange zu wenig sein. Der dokumentierte Workaround erhöht die Grenze und damit den möglichen Speicherbedarf:
- Unter
HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Rpcden WertEpmapSavedContextCapals REG_DWORD, dezimal 65536, konfigurieren. Vorher den bestehenden Zustand dokumentieren; einen bereits höheren Wert nicht ungeprüft absenken. - Den betroffenen Exchange-Server neu starten. DAG-Mitglieder mit kontrollierter Lastverlagerung nacheinander bearbeiten.
- Anschließend OWA, Mailzustellung, Warteschlangen und DAG-Zustand prüfen. Auch Ereignis 1006 im Anwendungsprotokoll beobachten; es ist allein kein eindeutiger Nachweis.
Sicherheitsupdates beibehalten
Die Windows-Sicherheitsupdates nicht deinstallieren oder wegen dieses Problems zurückstellen. Der Registry-Wert lässt sich vor dem Update vorbereiten. Stand 26. Oktober 2026 führt Microsoft den Fehler als abgemildert, nicht als behoben. Bleiben Störungen bestehen, Microsoft Support einbeziehen. Die Ausnahme dokumentieren und bei einer endgültigen Korrektur erneut prüfen.
