Wo das Risiko entsteht

Ein EDR-Agent allein ist keine belastbare Detektionsstrategie. Entscheidend sind Abdeckung, Policy-Qualität, Alert-Triage, Rollenmodell und die Frage, ob relevante Techniken im eigenen Umfeld erkannt werden.

Besonders wichtig sind Tests gegen interne Angriffswege: Credential Access, Lateral Movement, verdächtige PowerShell-Nutzung und ungewöhnliche Admin-Aktivität.

Was ich im Projekt prüfen würde

  • Abdeckung auf Servern und Clients prüfen
  • Ausnahmen regelmäßig validieren
  • Alerts mit Incident-Prozessen verbinden
  • Detection Use Cases gegen AD-Risiken priorisieren
  • Ergebnisse aus Pentests in Tuning übersetzen

Was dadurch besser wird

  • Alerts passen besser zur eigenen Umgebung und werden nicht nur nach Herstellerlogik priorisiert.
  • Pentest- und Incident-Erkenntnisse fließen in konkrete Use Cases zurück.
  • Ausnahmen werden kontrollierbar, weil sie Zweck, Owner und Ablaufdatum bekommen.

Wo es weh tun kann

  • Zu scharfes Tuning kann echte Angriffe verdecken, wenn Alerts nur leiser statt besser werden.
  • Zu breite Block-Regeln stören Betrieb und führen zu Schattenprozessen.
  • Ohne regelmäßige Tests bleibt unklar, ob Credential Access, Lateral Movement oder verdächtige Admin-Aktivität wirklich erkannt werden.

Checks vor dem Rollout

  1. Welche Server und Clients fehlen noch in der Abdeckung?
  2. Welche Alerts führen wirklich zu einer Entscheidung?
  3. Welche Ausnahmen sind älter als der Change, der sie verursacht hat?
  4. Welche AD-relevanten Angriffstechniken werden aktiv getestet?